Ist Lebensmittelretten die Lösung des Problems?

Natürlich können wir Lebensmittel retten und retten und retten. Doch damit bekämpfen wir nur die Symptome, nicht aber die wirklichen Ursachen. Stattdessen wollen wir Menschen für das Thema sensibilisieren sowie Tipps und Tricks geben, wie sie ihre eigene persönliche Verschwendung eindämmen können. Doch auch dabei stoßen wir an Grenzen. Denn: Lebensmittelverschwendung findet nicht nur im Privaten, sondern auch auf vielen anderen Ebenen statt. Vorrangig auch bei den Lebensmittelproduzent*innen und Händler*innen, die genauso in der Verantwortung stehen.

Raupe Immersatt e.V. als Teil des bundesweit aktiven Bündnisses Lebensmittelrettung

Daher wollen wir Lebensmittelverschwendung auf die politische Agenda setzen und arbeiten mit anderen Akteur*innen im bundesweiten Netzwerk „Bündnis Lebensmittelrettung“. Gemeinsam haben wir eine starke Stimme im Kampf für mehr Lebensmittelwertschätzung! Dabei fordern wir von der Politik drei zentrale Maßnahmen:

 

WEGWERF-STOPP

In Frankreich, Italien und Tschechien ist es schon üblich: ​Unverkaufte Ware darf nicht einfach entsorgt, sondern muss an gemeinnützige Organisationen gespendet oder in der Tierhaltung genutzt werden. Darüber hinaus muss die Spende und Abnahme von Lebensmitteln hürdenlos ohne Versteuerung möglich sein.

MHD

Die Willkürlichkeit für die Bestimmung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) muss aufgehoben werden. Die Politik muss in die Erforschung des MHDs investieren und Richtwerte ermitteln, die sich an der Verzehrfähigkeit von Lebensmitteln orientieren. Auf Basis diesre Richtwerte sollen die Produzent*innen dann ihre MHDs bestimmen.

BILDUNG

Das Thema Lebensmittelverschwendung muss in die Lehrpläne aller Bundesländer. Das Bewusstsein der nächsten Generation bezüglich der eigenen Lebensmittelverschwendung muss geschärft werden, um diese zum nachhaltigen Handeln zu befähigen.